WERKSPUREN 2/2018

Text: Gabriela Chicherio, Fotos: Zürcher Hochschule der Künste ZHdK

PRODUKTENTWICKLUNG – LEARNING BY DOING
Computergesteuerte Fertigungsprozesseeröffnen einen enormen Spielraum für Gestaltende. Die Demokratisierung dieser Technologien führt dazu, dass sie immer öfter zur Anfertigung von Einzelstücken und Kleinserien eingesetzt werden. Designerinnen und Designer werden zu Herstellern. Oder Konsumierende werden zu Co-Designern: Entwurfs-Dateien könnengekauft und angepasst werden, um sie dann bei unabhängigen Dienstleistern in Produktion zu geben oder gar – glaubt man einigen Vorhersagen – auf dem eigenen Gerät zu fabrizieren. Diese Zusammen- hänge und die daraus entstehenden Möglichkeiten werden während der Modulwoche anhand eines archetypischen Beispielobjektes, des Hockers, erforscht.

KURSZIEL
In der fünftägigen Projektwoche sollen die Studierenden verschiedene Designmethoden und Herangehensweisen in der Produktentwicklung kennenlernen. Im Zentrum stehen unterschiedliche praktische Übungen, in denen konstruktive Herausforderungen von dreidimensionalen Körpern erfahren, getestet und umgesetzt werden. Dies beinhaltet die Auseinandersetzung mit Möbeln als Produktgruppe, die Auswirkungen der digitalen Fabrikation, das Kennenlernen und Anwenden der Laserschnitttechnologie, die Auseinandersetzung mit Modellbau, Material- eigenschaften, Konstruktion, Statik, Verschnitt, Verbindungen, Produktion und Montage. (…)